Klimafreundlich kochen, Fahrrad fahren und Energie sparen

Der Energiesparwettbewerb in Studentenwohnheimen 2012

Wie erreicht man junge Menschen am besten, um sie für die Themen Klimaschutz und Energiesparen zu begeistern? Mit dieser und anderen Fragen hat sich die Klimaschutzagentur Mannheim in ihrem Projekt „Energiesparwettbewerb im Studentenwohnheim“ intensiv beschäftigt. Das Ergebnis: Klimaschutz ist auch im Wohnheim möglich und außerordentlich kreativ.

Unter dem Motto „Jede Kilowattstunde zählt“ fand am 1. März der Startschuss zum Energiesparwettbewerb 2012 statt. Über drei Monate setzten sich die Wohnheime Hafenstraße, Augartenstraße und Speyerer Straße für einen geringeren Stromverbrauch in ihren Häusern ein. Dabei wurde auf das Standby-Lämpchen geachtet, die Energiesparfunktion der PCs eingestellt und das Licht beim Verlassen des Zimmers auch wirklich ausgeschaltet. Einfache Tipps zum Stromsparen erhielten die Bewohner über wöchentliche Postkarten, die außerdem auch über den aktuellen Wettbewerbsstand informierten. Durch den direkten Vergleich mit den anderen Wohnheimen wusste jeder Bewohner, wo sein Wohnheim im Moment steht. Eine echte Wettbewerbssituation, die viele kreative Ideen für mehr Klimaschutz entstehen ließ.

Doch das Projekt setzte nicht nur auf das Thema Strom sparen. Vielmehr sollte eine bestimmte Botschaft rüberkommen. Nämlich: „Klimaschutz ist weit mehr als nur das Licht ausschalten“. Aus diesem Grund wurden weitere klimarelevante Themen wie Ernährung, Konsum und Mobilität ebenso thematisiert wie die Frage der Energiewende und des Klimawandels. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Veranstaltungen und Aktionen organsiiert, wie die klimafreundlichen Koch- und Grillabende mit regionalen und ökologischen Lebensmitteln, Filmabende zum Thema Energiewende sowie ein Fahrrad-Mitmach-Wettbewerb, bei dem die Bewohner so viele Kilometer wie möglich radeln sollten. Insgesamt kamen dabei über 7500 Kilometer zusammen.

Hinzu kommt die Ideenvielfalt und Eigeninitiative der Bewohner. Ob einen Baum pflanzen im wohnheimseigenen Garten oder ein Infoabend zum Thema „Umweltfreundliches Waschen“: Die Studierenden haben sich breit mit der Frage nach mehr Klimaschutz in Mannheim befasst und haben gezeigt, dass Klimaschutz auch mit einem kleinen Budget möglich ist.

Am Ende entschieden gerademal vier Kilowattstunden zwischen dem Erst- und dem Zweitplatzierten. Den Titel „Energiesparmeisterwohnheim“ sowie die Siegerprämie über 600 Euro durfte das Wohnheim Speyerer Straße mit nach Hause nehmen. Doch auch die Wohnheime Hafenstraße sowie die Augartenstraße konnten sich freuen. Sie erhielten je 500 und 400 Euro sowie eine zusätzliche Prämie in Höhe von 100 Euro durch das Studentenwerk Mannheim. Eine schöne Summe, die mit Blick auf die im Juni stattfindende Fußball Europameisterschaft gerade richtig kommt. Das wohnheimseigene „Public Viewing“ mit Beamer und Leinwand ist damit gesichert. Und dazu noch ganz im Sinne des Klimaschutzes: Denn gemeinsam schauen spart Energie und ist immer noch am schönsten.